Filmreihe
Schweizer Filmschaffen
Das Schweizer Filmschaffen zeigt sich in grosser Bandbreite: Filme, die zuhören oder ihre Stimme erheben, eine komplexe Welt ins Visier nehmen, die wir immer weniger zu begreifen scheinen, oder dem Übernatürlichen Raum geben.
Am 12. März eröffnet der Berner Autor und Filmemacher Felix Tissi die Reihe mit einer Lesung aus seinen Kurzgeschichten und der Präsentation seines Spielfilms Welcome to Iceland. Darin gestattet er auf surreal-komödiantische Weise einer zusammengewürfelten Gruppe von Menschen in der isländischen Einöde eine „Pause“ von der Monotonie eines perfekt erscheinenden Lebens einzulegen.
Der Dokumentarfilm Autour du feu bringt zwei ehemalige Mitglieder der terroristischen Gruppierung Bande à Fasel mit jungen Aktivistinnen aus der Klima- und antirassistischen Bewegung zusammen und lässt sie über ihr Verhältnis zu Widerstand und Rechtmässigkeit diskutieren. Zwei weitere Dokumentarfilme widmen sich dem Umgang mit Informationen: The Narrative beleuchtet, wie Medien- und Justiznarrative eine Geschichte komponieren, in der ein junger Banker, der an einem Milliardenverlust beteilgt war, innerhalb der Mechanismen des globalen Kapitalismus die Kontrolle über seine eigene Erzählung verliert. Blame dagegen untersucht die Stories rund um den Ursprung des Covid-19-Virus. Drei zentrale Wissenschaftler:innen führen das Publikum in ein Spannungsfeld aus Desinformation, Geopolitik und Vertrauen in wissenschaftliche Erkenntnisse – während der Film selbst dazu einlädt, zu reflektieren, in welchem Mass Kino eigene Narrative prägt.
Ein poetischer Roadtrip mit einem dreirädrigen Piaggio-Vehikel führt in Roman Signer - Die ideale Reisegeschwindigkeit von Sils im Bündnerland bis auf eine alte Skisprungschanze in Polen. El mundo al revés hingegen lässt das Magische als gelebte Realität im ländlichen Südamerika sichtbar werden.
Aufgrund des grossen Erfolgs erneut im Programm ist I Love You, I Leave You von Moris Freiburghaus. Der Film begleitet seinen besten Freund Dino Brandão durch manisch-depressive Phasen – ein sensibles Porträt über Männer, die füreinander sorgen und offen darüber sprechen, wie es ihnen geht.

