Soleil Ô

Die Geschichte eines jungen Mannes, der voller Hoffnung aus Afrika nach Paris kommt, nur um zu erkennen, dass ihm die Gesellschaft der Kolonisatoren keine echte Chance lässt – sei es durch offenen Rassismus oder durch dessen liberal kaschierte Formen.
Med Hondos beeindruckendes Regiedebüt besticht durch eine aussergewöhnliche Ideendichte: In einer vielschichtigen stilistischen Collage spiegelt der Film die extremen Erfahrungen seines Protagonisten wider – vom Dokudrama und Musical über slapstickhafte Absurdität, von Traumsequenzen und Melodram bis hin zu präzisen politischen Analysen. Ein Film wie ein innerer Monolog, durchzogen von Momenten sardonischen Humors, hinter denen sich eine tiefe Verzweiflung verbirgt. Gewinner des Goldenen Leoparden von Locarno 1970.
“It was purely by chance that we ended up being artists ‘of colour’, as is the term usually used. In Paris together for basically the same reasons, Bachir, Touré, Robert and I found ourselves right in the middle of a country, a city, where we had to get by, for a lack of better words, where we had to work: being an actor, a musician, a singer. And where we realized immediately the doors were closed […]. As a solution we thought of creating a theater group and, in the meantime, we all made Soleil Ô.” (Med Hondo)
Der Film wurde restauriert durch Cineteca di Bologna im Labor L’Immagine Ritrovata in Zusammenarbeit mit Med Hondo. Die Restaurierung wurde finanziert durch die George Lucas Family Foundation und The Film Foundation’s World Cinema Project.
Ermässigter Eintritt: 5 CHF mit Ticket der Photoforum-Ausstellung