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Macht die Pille frei?

Helke Sander, Sarah Schumann, DE 1972, 59’, D

Sept Berlinoises âgées de 15 à 18 ans témoignent de leurs expériences avec la pilule contraceptive et les médecins qui la leur ont prescrite. Le film aborde l’écart entre la conception de la pilule comme solution au problème de la contraception, défendue par l’industrie pharmaceutique et le corps médical, et l’expérience des adolescentes, dont les besoins et les effets indésirables signalés restent souvent insuffisamment pris en compte. Il s’appuie sur les travaux du groupe de femmes « Brot und Rosen », qui a publié un ouvrage précoce et longtemps considéré comme une référence sur l’avortement et les moyens de contraception.

 

"Die Idee dazu entstand aus den Diskussionen zwischen Sarah und mir. Während der Abtreibungskampagne gab es viele Demonstrationen. Unter anderem wurde von einigen Frauengruppen die Forderung vorgetragen, die Pille auf Krankenschein zu verschreiben, was damals noch privat bezahlt werden musste und oft auch nur an verheiratete Frauen überhaupt abgegeben werden durfte. Sarah und ich fragten uns damals, ob diese Forderung nicht verfrüht sei, denn wir erfuhren ja nichts über evtl. Nebenwirkungen dieses neuen Medikaments. Wir beschlossen, Gynäkologen nach ihren Erfahrungen und ihrem Wissen zu befragen. Damals gab es kaum Frauenärztinnen. Der erste Arzt, den wir besuchten, weil wir ihn irgendwoher kannten und der kein Gynäkologe war, konnte uns immerhin einige Adressen nennen, Seine damalige Freundin war Verena Stefan. Sie hörte dem Gespräch zu und wollte mitmachen. Sie war die Dritte. Insgesamt waren wir als Gruppe kurz danach 12 Frauen und befragten ca. 20 Gynäkologen, deren Wissen über die Pille äußerst bescheiden oder gar nicht vorhanden war. Deswegen fingen wir an, selber zu forschen."

Helke Sander, September 2025

 

Avec Eine Prämie für Irene et/ou Ein Bild von Sarah Schumann